Am Freitag, den 15. Mai 2026, konnte sich die Ludwig Guttmann Schule in Karlsbad-Langensteinbach (LGS) über hohen Besuch zu einem besonders erfreulichen Anlass freuen. Im Foyer der Schule durfte der Finanzdezernent des Landratsamts Karlsruhe, Ragnar Watteroth, stellvertretend für den Landrat Dr. Christoph Schnaudigel den offiziellen Förderbescheid entgegennehmen, den der Landkreis Karlsruhe als erfolgreicher Teilnehmer am Wettbewerb „Investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ erhält. Eigens für die feierliche Übergabe aus Berlin angereist war die Parlamentarische Staatssekretärin des ausschreibenden Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB).
Nach der Einführung in das Projekt und der feierlichen Übergabe führten Lara und Samuel als Schülervertretung die Staatssekretärin in einem Rundgang durch die Landkreisschule, dem sich unter anderen auch Karlsbads Bürgermeister Björn Kornmüller, Schulleiter Mario Behner und UEA-Geschäftsführerin Birgit Schwegle anschlossen. Die Räumlichkeiten sind komplett darauf ausgerichtet, den Schülerinnen und Schülern gute Voraussetzungen für Ihre schulische Entwicklung zu ermöglichen. Neben Sporthalle und Therapiebad stehen hier u.a. ein medialer Entspannungsraum und eine Kletterwand zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund zeigte sich die Staatssekretärin überzeugt, dass der Förderzuschuss ihres Ministeriums von 70 Prozent der Kosten voll und ganz berechtigt ist. Und das auch deshalb, weil mit Hilfe des Fördergeldes nicht nur ein wichtiger Schritt für die Energiewende im Landkreis ermöglicht wird, sondern sich im selben Zug auch die Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler verbessern und der Landkreis hiermit auch ein wichtiges Signal für zukunftsweisende Inklusionsprojekte setzt.
Die Würdigung als Modellprojekt erhält die LGS als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) für die Umstellung der gesamten Wärme- und Kälteerzeugung auf ein nachhaltiges Gesamtkonzept, verbunden mit der Reduzierung des CO2-Ausstoßes um rund 95 Prozent. Und diese Einsparung fällt im Vergleich zu anderen Schulen in der Größenordnung um so mehr ins Gewicht, da der Wärme- und Kälteverbrauch angesichts der Vulnerabilität der 120 dort unterrichteten Kinder und Jugendlichen außergewöhnlich hoch ist. Einzelheiten zum technischen Konzept finden sich auch unter …/lgs-karlsbad/.
Parallel zur Realisierung der nachhaltigen Wärme-/Kälteversorgung wird die BEG Kraichgau auf den geeigneten Dachflächen der LGS eine ca. 800 kWp-Photovoltaikanlage errichten und betreiben. So nutzt die Schule dann Strom aus Bürgerhand, ein weiterer Aspekt für den ganzheitlichen Modellcharakter.

























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