Nachhaltig Bauen und Sanieren

Nachhaltig Bauen und Sanieren

Wenn wir nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und gleiche Lebenschancen hinterlassen wollen, geht kein Weg am nachhaltigen Bauen vorbei. Wir können es uns nicht mehr leisten, Bau- und Sanierungsvorhaben nur aus momentanen wirtschaftlichen und funktionalen Gesichtspunkten zu betrachten und zu planen.

Wenn wir die Auswirkungen auf Umwelt und Lebensräume über die gesamte Nutzungsdauer eines Bauwerks vernachlässigen, werden nicht nur die Rohstoffe schneller knapp, sondern auch Sozialräume in Städten und Gemeinden zunehmend konfliktträchtiger werden; ganz abgesehen davon, dass der Bau und Betrieb von Gebäuden weltweit fast 40 % des gesamten CO2-Ausstoßes verursacht.

Was ist nachhaltiges Bauen und Sanieren?

Bei nachhaltigem Bauen und Sanieren werden ökologische, ökonomische und soziokulturelle Gesichtspunkte gleichberechtigt berücksichtigt.

Ökologische Aspekte

  • Reduzierung des Flächenverbrauchs durch nachhaltige Raumentwicklung, aber auch Sanierung und Umnutzung vor Abriss und Neubau
  • Verwendung emissionsarmer und nachnutzbarer Bauprodukte
  • Förderung energieeffizienter Gebäude

Ökononomische Parameter

  • Lebenszyklusbetrachtungen, die schon bei der Planung die künftigen Kosten für etwaigen Rückbau berücksichtigen
  • Ansetzung eines CO2-Schattenpreises, der den häufig höheren Kostenaufwand klimaschonender Bauweisen zum Teil kompensieren kann

Soziokulturelle Aspekte

  • Sozialverträgliche Nutzungsformen abgestimmt auf die Wohn- und Nutzungsumgebung
  • Ggf. Einbeziehung künftiger Bewohner:innen- und Nutzungsgruppen bei der Planung
  • Gesellschaftliche Teilhabe an zukunftsfähiger Stadt- bzw. Quartiersentwicklung
  • Sicherstellung bezahlbaren und gesunden Wohnens in Dörfern und Städten

Angebote zu Nachhaltig Bauen und Sanieren im Landkreis Karlsruhe

Im Rahmen seiner Klimaschutzstrategie zeozweifrei 2035 hat sich der Landkreis auch zum Nachhaltigen Bauen und Sanieren als wichtigem Baustein zur Erreichung der Klimaziele bekannt. Die UEA unterstützt die Kommunen des Landkreises hierbei mit verschiedenen Angeboten.

Leitfaden für Nachhaltig Bauen (LNB)

Sporthalle Wangen hinten

Der LNB ist ein Tool auf Excel-Basis mit dem Ziel, ein Neubau- oder Sanierungsvorhaben prozessbegleitend vom Architekturwettbewerb bis zur Fertigstellung als Fachplanung für nachhaltiges Bauen zu begleiten und zu optimieren. Er wurde auf der Basis des sehr erfolgreichen „Kommunalen Gebäude-Ausweises“ in Vorarlberg für deutsche Verhältnisse angepasst und soll künftig im Landkreis für kommunale Gebäude angewandt werden.

Der LNB wird bereits auf den Neubau des Landratsamts-Hochhauses und weitere Pilotprojekte angewandt. Die UEA unterstützt und berät bei Einführung und Anwendung des LNB.

Bauherreninfos für Wohngebäude und Nichtwohngebäude

Sie planen den Neu- oder Anbau im Landkreis Karlsruhe? Um an Arbeitsqualität zu gewinnen, Energiekosten zu sparen und unsere Ressourcen und das Klima zu schützen ist es sinnvoll, wenn Sie sich frühzeitig um beispielsweise die folgenden Punkte in der Linksammlung für Wohngebäude und Nichtwohngebäude kümmern. Dort finden Sie viele nützliche, produkt- und anbieterneutrale Broschüren und Informationen zum Download bzw. auf externen Seiten. Auch wenn wir die Links regelmäßig aktualisieren, erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Pilotprojekte zu nachhaltigem Bauen und Sanieren im Landkreis Karlsruhe

Best-Practice-Projekt: Kleiststraße 4–6 in Bretten

Die Städtische Wohnungsbau Bretten GmbH setzt in der Kleiststraße 4 und 6 in Bretten ein Ausrufezeichen für nachhaltiges Bauen und Sanieren: Beim Umbau des ehemaligen Obdachlosenheims in der Hausnummer 6 und dem Neubau der Hausnummer 4 entschied man sich für die Ausführung in Massivholzbauweise. Damit leistet das vom Brettener Architekturbüro Becker & Haag geplante Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Klimaziel der Stadt Bretten, bis 2025 CO2-neutral zu sein.

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