Rechtzeitig zum nahen Frühlingsanfang hat die Initiative Zukunft Altbau in einer Pressemitteilung Tipps veröffentlicht, mit der die Leistungsfähigkeit der eigenen Solaranlage nach dem Winter sichergestellt werden kann. Darunter sind viele hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe, aber auch Wartungsmaßnahmen, die bei Fachleuten besser aufgehoben sind.
Im ersten Schritt sei es ratsam, die Anlage auf Verschmutzungen zu prüfen, etwa auf Staub, Moos und Flechten oder andere Verunreinigungen. Ein Frühjahrsputz lohne sich deshalb besonders, da die Erträge im Sommer naturgemäß erheblich höher sind als im Winter und daher ein prozentualer Leistungsverlust um so stärker ins Gewicht fällt. Allein Verschmutzungen, die auch Laien zumindest bei Balkonkraftwerken schon mit bloßem Auge erkennen und mit Hausmitteln beseitigen können, führen nach Aussage der Initiative zu Leistungsverlusten von bis zu 15 Prozent. Bei Dachanlagen, die häufig schneller und stärker für Verunreinigungen anfällig sind, wird allerdings empfohlen, Prüfung und Reinigung Fachleuten zu überlassen – schon allein wegen des Unfallrisikos. Die dadurch entstehenden Kosten können als kleiner Trost von der Steuer abgesetzt werden. Und wer die Möglichkeit eines Videobefluges mit einer Drohne hat, kann natürlich zunächst auf diese Bilder zurückgreifen.
Wie schnell und stark eine Photovoltaikanlage verschmutzt, hängt unter anderem von ihrem Standort ab. Insbesondere an vielbefahrenen Straßen oder nahe Industrieanlagen sorgen Rußpartikel, Feinstaub und andere Schadstoffe für die Verunreinigung der Module, in ländlichen Regionen wiederum tragen vor allem Pollen, Moos und Vogelkot das ihre bei. Von Bedeutung ist aber auch die Neigung des Daches. So sollten Anlagen auf Dächern mit einer Neigung von weniger als 15 Grad öfter geprüft werden. Denn dort ist der Selbstreinigungseffekt durch Regen geringer, was sich wiederum negativ auf die Leistung der Anlage auswirkt.
Wer nicht gleich eine Fachfirma beauftragen, sondern vorab einschätzen will, ob die eigene Anlage tatsächlich unter einem Leistungsverlust leidet, kann sich meist der im Regelfall installierten Apps bedienen, mit denen die Ertragsdaten abgerufen werden können. Durch den Vergleich der aktuellen Werte mit Daten aus der Vergangenheit lassen sich Beeinträchtigungen in vielen Fällen schon gut erkennen. Viele dieser Solaranlagen-Apps geben auch Fehler- und Störungsmeldungen aus, die einen Hinweis darauf liefern, ob etwa ein technischer Defekt oder eine Störung Verluste verursacht oder eben gründliche Reinigung Abhilfe schafft..
Überlässt man Prüfung und Reinigung Expertinnen und Experten, umfasst der Check neben den Modulen in der Regel alle elektrischen Anschlüsse einer Anlage, inklusive Verkabelungen und Verglasungen sowie die Funktion des Wechselrichters. Einige Unternehmen setzen dafür auch Thermografieaufnahmen ein, die per Drohne gemacht werden und sogenannte Hotspots, also fehlerhafte Stellen an den Modulen, ausweisen.
Während ein “Frühjahrsputz” jährlich empfehlenswert ist, reicht eine ausführliche technische Inspektion alle drei, vier Jahre aus. Wer sich vorab anbieterunabhängig zum idealen Rhythmus des Checks für die eigene Anlage beraten lassen möchte, wendet sich am besten an eines der regionalen Photovoltaik-Netzwerke in Baden-Württemberg – oder aber auch direkt an Zukunft Altbau.
Die vollständige Pressemitteilung, die auch konkrete Tipps zu geeigneten Reinigungsmittel oder für Solarthermieanlagen enthält, kann heruntergeladen werden unter zukunftaltbau.de/…





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