Das PV-Netzwerk Baden-Württemberg hat im Sommer 2025 ein Faktenblatt für all diejenigen herausgegeben, die bereits in die Jahre gekommene Photovoltaik-Anlagen betreiben. Das 12-seitige Infodokument mit dem Titel “Repowering von PV-Anlagen” enthält jede Menge nützliche Tipps, wann und wie sich eine “Runderneuerung” für die eigene PV-Anlage nach dem Auslaufen der Förderperiode lohnt und worauf dabei zu achten ist.
Anlagen, für die nach der Betriebsdauer von 20 Jahren plus Inbetriebnahmejahr die derzeit gewährte Förderung nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ausläuft, werden in der Praxis gern verkürzt “Ü20-Anlagen” genannt. Grundsätzlich gibt es für diese PV-Anlagen drei wesentliche Optionen: den Weiterbetrieb als Volleinspeiseanlage, die Umstellung auf Eigenversorgung oder das sogenannte “Repowering”, wobei erstere zwar die unkomplizierteste, aber meist auch unrentabelste Lösung ist. Unter gewissen Rahmenbedingungen kann ein Repowering sinnvoller sein als die Umstellung auf Überschusseinspeisung/Eigenversorgung. So lässt sich heutzutage auf der gleichen Dachfläche oftmals mehr als die doppelte Leistung installieren, da einerseits der Wirkungsgrad der Module und damit der Anlage selbst im Laufe der Zeit sinkt, andererseits aber auch der technologische Fortschritt heute wesentlich leistungsfähigere Komponenten auf dem Markt verfügbar macht.
Funktioniert die bestehende PV-Anlage beispielsweise nicht mehr ordnungsgemäß oder ließen sich mit einer neuen PV-Anlage wesentlich mehr Stromkosten einsparen als mit der Bestandsanlage, kann es sich in vielen Fällen lohnen, wesentliche Anlagenteile zu erneuern und durch diese “Repowering” genannte Sanierung die Stromausbeute der Anlage wieder maßgeblich zu steigern. Darüber hinaus bereichern verschiedene Beispiele aus der Praxis das Faktenblatt. So wird zum Beispiel die Boris-Becker-Tennishalle in Leimen dargestellt: Die Leistung der dortigen Anlage aus dem Jahr 2009 konnte durch eine Repowering-Maßnahme von 90 kWp auf 340 kWp gesteigert werden.
Doch auch andere Aspekte können für Repowering sprechen, ganz abgesehen vom Nachhaltigkeits- oder Klimaschutzgedanken. Auch diese sind in dem Faktenblatt gut nachvollziehbar dargestellt, so zum Beispiel können ein verbessertes Verschattungsmanagement oder eine ohnehin anstehende Dachsanierung für eine Repowering-Maßnahme sprechen. Die übersichtliche Zusammenstellung und Abwägung all dieser Aspekte macht das Faktenblatt zu einer hervorragenden Entscheidungshilfe für alle, die auf der Suche nach dem idealen Umgang mit ihrer PV-Anlage nach dem Auslaufen der EEG-Förderung sind.
Das Faktenblatt wurde erstellt von der Arbeitsgruppe “Repowering” des PV-Netzwerks BW. Geleitet und koordiniert wurde die Arbeitsgruppe vom UEA-PV-Experten Simon Kostelecky, der auch maßgeblich an der Erstellung des Faktenblatts mitgewirkt hat.
Die Broschüre kann kostenlos über die Infoseite photovoltaik-bw.de/…. des PV-Netzwerks BW heruntergeladen werden.
Beratung zum Thema und jede Menge nützliche Infos rund um die Nutzung von Solarstrom gibt´s auch direkt auf der UEA-Website unter zeozweifrei.de/photovoltaik. Dort können auch Termine für eine persönliche Beratung angefragt werden. Wer sich intensiv mit den verschiedenen Optionen des möglichen Weiterbetriebs von Ü20-PV-Anlagen auseinandersetzen möchte, dem sei die Veranstaltung des PV-Netzwerks BW am 23. September von 18 Uhr bis 20 Uhr wärmsten ans Herz gelegt. Die kostenlose Anmeldung ist möglich unter: photovoltaik-bw.de/…





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