Einen großen Schritt in Richtung Wärmewende machte am 12. November 2025 die Stadt Kraichtal: Der Gemeinderat stimmte bei seiner Sitzung einstimmig der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) zu. Zuvor hatte Melanie Meyer von der UEA deren Ergebnisse vorgestellt, die im vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung erarbeitet wurden. Die Stadt hat damit ihre gesetzliche Pflicht zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans schon heute erfüllt. Die vorgesehene Frist wäre erst Mitte 2028 abgelaufen.
Die Erkenntnisse aus der Wärmeplanung sind zwar rechtlich nicht bindend, zeichnen aber für die Kommune ein wertvolles Zielbild, welche Maßnahmen zur Erreichung der eigenen Energiewende sinnvoll erscheinen. Am höchsten priorisiert wurden von Verwaltung und Gemeinderat die Prüfung der Wärmeversorgung für das Rathausareal Münzesheim, die Ausweisung eines Sanierungsgebiets in Oberöwisheim und die Prüfung einer möglichen Transformation des Gebäudenetzes an der Markgrafen-Gemeinschaftsschule Kraichtal in Münzesheim. Als weitere sinnvolle Schritte wurden die Erstellung einer Sanierungs- und Versorgungsstrategie für die kommunalen Liegenschaften und die Prüfung der Wärmeversorgung für Schulzentrum, Mehrzweckhalle und Kindergarten in Unteröwisheim identifiziert. Begleitend ergab sich der Ansatz, die Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende zu sensibilisieren, um damit Unterstützung für mögliche anstehende Vorhaben zu erhalten.
Ob und bis wann welche dieser Maßnahmen sich tatsächlich umsetzen lassen, wird nun im weiteren Verlauf betrachtet werden. Geplant ist zumindest, die Ausweisung des Sanierungsgebiets in Oberöwisheim und die Erstellung der Strategie für Sanierung bzw. Versorgung der kommunalen Gebäude noch dieses Jahr anzugehen.
Dass die UEA auch für die nun anstehenden nächsten Schritte ihre Unterstützung und Begleitung anbietet, war für die Ratsmitglieder offensichtlich nicht überraschend, aber doch erfreulich.






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