Für den 14. November 2025 hat der Kommunale Klimaschutzverein im Landkreis Karlsruhe e.V. (KSV) ein weiteres Netzwerktreffen für die Klimaschutzbeauftragten der Städte und Gemeinden im Landkreis organisiert. Passend zum anstehenden Thema „Klimaneutrales Bauen“ ermöglichte das Landratsamt für diesen Termin die Besichtigung seines neuen und entstehenden KARLA Verwaltungs- und Bildungszentrums. Unter den 20 Gästen der Führung waren dieses Mal auch einige Teilnehmende aus den kommunalen Bauämtern, die nicht zuletzt mit dem Ziel der möglichen Vernetzung mit den Klimaschutzbeauftragten eingeladen worden waren.
Zum Einstieg hielten Dietmar Lenz, Projektleiter und geschäftsführender Gesellschafter der AnBau – Agentur für nachhaltiges Bauen GmbH, und die Geschäftsführerin der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe Birgit Schwegle im Besprechungscontainer vor Ort einen Vortrag zum Thema “Bauen in meiner Kommune – Wie gehe ich es an?”. Dabei erläuterten sie insbesondere den Leitfaden Nachhaltig Bauen (LNB), den die AnBau in Kooperation mit der Energieagentur Oberschwaben und der UEA entwickelt hatte. Der LNB ist ein pragmatisches, niederschwelliges und effektives Planungstool, mit dem Bau- und Sanierungsvorhaben auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft und optimiert werden können. Er wird auch erfolgreich auf KARLA angewandt.
Nach einem interessierten Austausch in der Fragerunde mit den beiden Vortragenden warf man gemeinsam von der Aussichtsplattform einen Blick auf die Baustelle. Im Fassaden-Mock up, das die Außengestaltung des künftigen Holzhybrid-Hochhauses wie auch den sogenannten Flachbau nachstellt, wurde gut nachvollziehbar, wie Gestaltung, Materialwahl und Farbgebung in der Umsetzung zusammenspielen. Schließlich wurden die einzusetzenden Baustoffe gezielt nach ökologischen Kriterien ausgewählt, um Emissionen und Umweltbelastungen zu minimieren. So wird beispielsweise der Einsatz von PVC und schadstoffbelasteten Materialien konsequent vermieden.
Mit KARLA baut der Landkreis funktional und nachhaltig. Das Ensemble wurde als hochenergieeffizientes Gebäude konzipiert und setzt auf modernste Technik zur Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Ressourcen. Ein umfangreiches Regenwassermanagement sorgt für eine nachhaltige Nutzung und Versickerung von Niederschlagswasser; naturnahe Gestaltung der Außenbereiche, extensive Dachbegrünung und eine reduzierte Versiegelung der Flächen leisten einen positiven Beitrag zur Biodiversität und zum Stadtklima. Materialität und Gestaltung sind auf eine ressourcenschonende und langlebige Nutzung ausgelegt. Durch die Ausführung in Holz-Hybrid-Bauweise anstatt eines Stahlbetonmassivbaus können ca. 15.000 t CO₂-Emissionen eingespart werden.
Die Nachhaltigkeit zeigt sich darüber hinaus aber auch in der Vielfältigkeit des Gebäude-Komplexes: In KARLA entsteht ein Zusammenschluss, einschließlich Kindertagesstätte und Bäckerei sowie Grün- und Multifunktionsflächen.










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