Das PV Netzwerk BW bietet verschiedensten Zielgruppen Infomaterial zur Realisierung von Photovoltaik-Projekten. Zu dem Angebot zählen Leitfäden, Faktenblätter und Best-Practice-Beispiele, die auf den jeweiligen Themenseiten verlinkt sind. Speziell für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen veröffentlichte das PV-Netzwerk im April 2025 gemeinsam mit dem Solar Cluster Baden-Württemberg eine aktualisierte Auflage von drei individuellen Leitfäden. Deren Ziel ist es, den verschiedenen Akteuren die Vorteile und Wege zur Nutzung von Solarstrom aufzuzeigen.
Für alle drei Zielgruppen, sei es Landwirtschaft, Gewerbe oder Kommunen, ergibt Photovoltaik auf unterschiedliche Art und Weise Sinn. Sie ist zeitgemäß, nachhaltig und lukrativ – Beschreibungen, die sowohl Unternehmen als auch Kommunen gerne nach außen tragen. Motivationen zur Installation von PV können vielfältiger Natur sein: Stromkosteneinsparung, regionale Wertschöpfung, Beitrag zum Klimaschutz, Erreichung selbstgesteckter Klimaschutzziele, Vorbildfunktion und positives Image. Gerade durch die Erzeugung günstigen Solarstroms können sich Landwirtschaftsbetriebe, Unternehmen und Kommunen unabhängiger von externen Stromanbietern und Strompreissteigerungen machen. Zusätzlich gibt es für jede ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde PV-Strom eine Vergütung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz, kurz EEG.
Der Leitfaden, der sich mit Photovoltaik in der Landwirtschaft auseinandersetzt, zeigt vielfältige Möglichkeiten zur Installation und Nutzung von PV-Modulen. Einerseits lassen sich PV-Anlagen auf Hofdächern installieren, andererseits ist eine Errichtung auf Freiflächen möglich. Eine auf Doppelnutzung spezialisierte Art der Freiflächen-Photovoltaik stellt die sogenannte Agri-Photovoltaik dar, die neben der Energiegewinnung weiterhin die landwirtschaftliche Bewirtschaftung neben oder unter den PV-Modulen ermöglicht. Jedoch ist derzeit lediglich der Betrieb derjenigen Agri-PV-Anlagen wirtschaftlich, bei denen die Module als alternativer Hagelschutz über Obst- und Beerenanbau dienen oder senkrecht installiert sind. Neben den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten behandelt das PV-Netzwerk in seiner Veröffentlichung auch diverse Betriebsmodelle, Batteriespeicher sowie relevante Zukunftsthemen und rundet den Leitfaden mit Praxisbeispielen und einer Checkliste ab.
Ein weiterer aktualisierter Leitfaden adressiert die rund 500.000 Unternehmen im Land BW. Gerade Industrie und Gewerbe haben aufgrund von Produktionsmaschinen, Klimaanlagen, Beleuchtung und Computer einen hohen, konstanten Stromverbrauch. Dadurch können sie einen großen Anteil des erzeugten PV-Stroms direkt selbst verbrauchen. Es werden nicht nur die Netz-Stromkosten eingespart, die ohne Photovoltaikanlage anfallen, sondern die Eigennutzung ist auch die lukrativste Verwendung des Solarstroms. Mit einem Batteriespeicher und der Anschaffung von Elektrofahrzeugen lässt sich der Eigenverbrauchsanteil weiter erhöhen. Klimaneutrale Entwicklungen stärken die Marktposition und tragen zum Imagegewinn bei, was für Gewerbe und Industrie in Hinsicht auf Wettbewerbsfähigkeit essentiell ist. Der auf die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen aktualisierte Leitfaden bietet weitreichende Hilfestellungen zur Implementierung der PV-Anlagen, angefangen von verschiedenen Betriebsmodellen und deren Bewertung, hinzu Vermarktungsoptionen, Sektorenkopplung mit E-Mobilität, Wärme- und Kälteerzeugung sowie anschaulichen Praxisbeispielen. Diese und viele weitere Informationen sind zu finden auf der Themenseite “PV in Gewerbe und Industrie” des PV-Netzwerks BW.
Genau wie die Unternehmen für ihre Mitarbeiter, stecken Kommunen gegenüber ihrer Bürgerschaft in einer Vorbildrolle. Sie können mit Transparenz und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit eine positive Einstellung zur Solarnutzung kommunizieren und die Bewohnerinnen und Bewohner über PV-Beratungsangebote informieren, die beispielsweise die Energieagenturen wie die UEA kostenlos über das PV-Netzwerk BW anbieten. Nicht nur auf vielen kommunalen und privaten Dächern sind PV-Module installierbar, sondern auch Fassaden, Parkplätze und Freiflächen sollten bei Sanierung oder Umnutzung stets für solare Energiegewinnung in Betracht gezogen werden. Der aktualisierte Leitfaden “PV in Kommunen” zeigt, wie Kommunen ihren individuellen Weg hin zur Nutzung der vorhandenen PV-Potenziale finden können – sei es durch eigene Umsetzung oder in Kooperation mit einer Bürgerenergiegenossenschaft.
Um die Vielseitigkeit der Photovoltaik tiefer kennenzulernen und den eigenen Weg hin zur Photovoltaikanlage zu finden, empfiehlt es sich, die Leitfäden eigenständig zu lesen und die Unterstützung des PV-Netzwerks zu nutzen. Sowohl die Akteure der Landwirtschaft, Kommunen, Gewerbe und Industrie, als auch Privatpersonen können somit die Installation einer Photovoltaikanlage in Betracht ziehen. Der thematisierte Leitfaden ist auf der Themenseite “PV in Kommunen” des PV-Netzwerks BW als Download verfügbar oder kann in Papierform bestellt werden.







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