Zum PV-Fachforum mit einem energiepolitischen Ausblick in das Jahr 2026 kamen am 31. Oktober 2025 in Stuttgart rund 40 Mitglieder des Photovoltaik-Netzwerks Baden-Württemberg zusammen. Moderiert durch Florian Becher vom Solar Cluster BW e.V. befassten sich die Teilnehmenden zunächst mit den energiepolitischen Rahmenbedingungen der Energiewende für 2026, um dann verschiedene Hürden bei der Transformation in den Blick zu nehmen – Lösungsansätze selbstverständlich inklusive.
Bernhard Strohmayer, Leiter Erneuerbare Energien beim Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), erläuterte in seinem Vortrag den EEG-Vergütungsmechanismus. Die EU-beihilferechtliche Genehmigung zur bisher bestehenden EEG-Förderung läuft Ende 2026 aus und muss bis dahin grundlegend angepasst werden. Derzeit stehen verschiedene Optionen von einer zukünftigen zeitvariablen Vergütung bis hin zum Vergütungswegfall mit einer vollständigen Marktintegration zur Diskussion.
Auf das Stromnetz als eine der größten Hürden auf dem Weg zur Energiewende warfen dann Jochen Schuster vom Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) und Dr. Holger Ruf von der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH einen kritischen Blick. Insbesondere die Rolle der Verteilnetzbetreiber sorgte für angeregte Diskussionen im Publikum, die auch Versäumnisse der Netzbetreiber für die aktuelle Situation verantwortlich machte. Gute Einblicke in die vielfältigen Anforderungen an den Aufbau und den Betrieb eines Smart Grid gab es dann vor allem aus Sicht des Netzbetreibers Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.
Im Anschluss kam die Herausforderung durch die Synchronisierung von zentraler und dezentraler Energiewende zur Sprache, insbesondere vor dem Hintergrund des Ausbaus und der Förderung von PV-Dachanlagen im Privatbereich. Peter Haug, als Pionier der Solarbranche seit 30 Jahren mit einem Planungs- und Installationsbetrieb für PV-Anlagen am Markt, berichtete, wie sich sein Unternehmen immer wieder an neue gesetzliche Rahmenbedingungen anpasst.
Nach einer stärkenden Mittagspause gab Michael Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) einen spannenden und interessanten Überblick über die neuesten Lösungen und Entwicklungen rund um die Digitalisierung und Flexibilisierung intelligenter Speicher im Eigenheim. Auch diesem abschließenden Input konnten die Teilnehmenden wie etwa PV-Experte Simon Kostelecky von der UEA viele nützliche Hinweise entnehmen, die insbesondere bei der Beratung privater PV-Interessenten und -Interessentinnen von großem Wert sind. Er führte unter anderem aus, wie Privatpersonen Stromkosten einsparen können und was dabei zu beachten ist, z.B. mit Nutzung dynamischer Stromtarife und zeitvariabler Netzentgelte oder intelligente Stromspeicher, die zeitoptimiert laden und auch zukünftig zum Börsenstromhandel eingesetzt werden können.
Nach einem hochinteressanten Austausch im kollegialen Kreis, einer Fülle von Impulsen und Ansätzen für die weitere Arbeit und auch Bestätigung für das bisherige Vorgehen traten die Teilnehmenden dann am Nachmittag ihre Heimreise an.







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