Zu ihrem ersten Netzwerktreffen dieses Jahres waren die Klimaschutzbeauftragten aller Kommunen im Landkreis Karlsruhe am 12. März 2026 nach Wössingen ins Rathaus Walzbachtal eingeladen. Die 15 Gäste repräsentierten fast die Hälfte der Städte und Gemeinden im Kreis bei der Veranstaltung vertreten, die die örtliche Klimaschutzbeauftragte Eva Vohburger perfekt organisiert hatte. Wie üblich zeichnete auch dieses Mal der Kommunale Klimaschutzverein im Landkreis Karlsruhe e. V. (KSV) für das Netzwerktreffen verantwortlich.
Isabel Schonath, Koordinatorin des KSV bei der Umwelt-und Energieagenture Kreis Karlsruge (UEA), stieg mit einem aktuellen Überblick zum geplanten Vorgehen bei der Klimaanpassung im Landkreis in den Tag ein. Gemeinsam mit den Fachämtern des Landratsamtes wird ein Klimaanpassungs-Konzept erstellt, wobei die UEA den Gesamtprozess koordiniert. Vorgesehen ist, dass die teilnehmenden Kommunen ebenfalls über den Klimaschutzverein eingebunden werden.
Bei einem Workshop stand dann das Thema Förderprogramme im Mittelpunkt. Ziel war es, passende Förderprogramme zu den geplanten Projekten der Kommunen zu identifizieren. UEA-Bereichsleiter Karsten Thiel und Isabel Schonath stellten zunächst die Förderprogramme KfW 432 Energetische Stadtsanierung und Klimaschutz-Plus vor. In den verschiedenen Gruppenphasen wurden die Projektideen gesammelt und den Förderprogrammen gegenübergestellt. Mit der abschließenden Zusammenfassung und Einordnung waren die teilnehmenden Klimaschutzbeauftragten bestens für ihre nächsten Schritte informiert.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen, das rege zum Netzwerken und fachlichen Austausch genutzt wurde, präsentierten Simon Kostelecky und Felix Kalabza von der UEA die Ergebnisse ihrer Untersuchung des Strombilanzkreismodells am Beispiel von Eggenstein-Leopoldshafen. Sie zeigten, wie Kommunen potenzielle Kosteneinsparungen bei einer Anwendung dieses Ansatzes abschätzen können. Im Rahmen der anschließenden lebhaften Diskussion teilte Felix Kalabza zudem Erkenntnisse aus seiner Bachelorarbeit, in der neben dem Strombilanzkreismodell auch dynamische Stromtarife sowie der Einsatz kommunaler Batteriespeicher untersucht wurden.
Bei bestem Wetter ging es dann gemeinsam auf einen Spaziergang. Michael Menninger, beim Bauhof Walzbachtal für den Baumbestand der Kommune zuständig, führte anhand von praktischen Beispielen vor, wie der Baumbestand und auch die Pflanzung neuer Bäume sich vor dem Hintergrund des Klimawandels über die Jahre geändert haben. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt, mit wie viel Engagement und Akribie Herr Menninger neue klimaresiliente Bäume auswählt.
Das letzte Wort gehörte dann Eva Vohburger, wie bereits erwähnt Klima- und Umweltbeauftragte bei der Kommune Walzbachtal. Sie stellte ihre vielfältige Arbeit und Tätigkeitsfelder vor. Erneuerbare Energien wie die mögliche Realisierung von Windkraftanlagen und PV gehören ebenso wie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit dazu oder auch das Projekt Klimabäume, in dem das KfW-Förderprogramm 444 in Anspruch genommen und 40 Bäume gepflanzt wurden.








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