Seit dem Jahr 2008 steht die UEA dem Landkreis Karlsruhe bei seinen Klimaschutzprozessen beratend und unterstützend zur Seite. Der Landkreis Karlsruhe ist mit seinem Klimaschutzkonzept zeozweifrei 2035 ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz und hat mit der Gold-Zertifizierung beim European Energy Award das beste Ergebnis aller Landkreise im Land erzielt. Für seine Klimapartnerschaft mit Brusque in Brasilien bekam er den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 verliehen.
LANDKREIS KARLSRUHE


Energiequartiere
Im Rahmen eines Energiequartiers wird ein integriertes Quartierskonzept zur energetischen Stadtsanierung erstellt, das dann über ein Sanierungsmanagement umgesetzt werden soll. Ziel ist, die Energieeffizienz im Quartier mit geeigneten Maßnahmen zu steigern und eine nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung voranzutreiben. Für die landkreiseigene Jugendeinrichtung Schloss Stutensee wurde 2018 ein Quartierskonzept erstellt, dessen erfolgreiche Umsetzung bis 2024 im Sanierungsmanagement begleitet wurde.

Wärmenetze
Wärmenetze spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende und beim Aufbau einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Der Landkreis Karlsruhe verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Wärmeversorgung der eigenen Liegenschaften. Die landkreiseigene Jugendeinrichtung Schloss Stutensee verfügt z.B. über ein eigenes Wärmenetz mit einer nachhaltigen Wärmeerzeugung aus Solarthermie und Biomasse.

Photovoltaik
Die Photovoltaik-Potenzialanalyse für kommunale Liegenschaften umfasst eine technische und wirtschaftliche Betrachtung für die Belegung von Dächern mit Photovoltaik-Anlagen. Das Ergebnis dient als Entscheidungsgrundlage für Verwaltung und Gemeinderat, eine kommunale PV-Ausbaustrategie zu verabschieden. Ziel der Strategie ist, bis Ende 2027 (ehemals bis Ende 2025) alle geeigneten kommunalen Dächer mit PV-Anlagen zu belegen. Im Landkreis Karlsruhe wird bereits an verschiedenen Stellen an der Umsetzung der PV-Ausbaustrategie gearbeitet, unter anderem auch in Form von Parkplatz-PV-Anlagen.

Nachhaltig Bauen
Das KARLA Verwaltungs- und Bildungszentrum setzt mit seiner Holz-Hybrid-Bauweise ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen und ermöglicht gegenüber einer konventionellen Stahlbetonkonstruktion eine Einsparung von rund 15.000 Tonnen CO₂. Ein hochenergieeffizientes Gesamtkonzept mit Photovoltaik, Erdwärmepumpen, intelligenter Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie umfassendem Regenwassermanagement reduziert den Energiebedarf und fördert eine weitgehend regenerative Versorgung. Ergänzt durch langlebige, schadstoffarme Materialien, Dachbegrünung und naturnah gestaltete Außenräume trägt das Gebäude langfristig zur Schonung von Ressourcen, zur Biodiversität und zur Verbesserung des innerstädtischen Klimas bei. Die Planung und der Bau wird mit dem Leitfaden Nachhaltig Bauen (LNB) begleitet. Neben dem KARLA zeigt der der Landkreis darüber hinaus mit dem Smart-Energy-Labor in Bruchsal, dass nachhaltiges Bauen auch im Bildungsbereich konsequent umgesetzt wird – durch regionale Holzbauweise, eine nahezu CO₂-neutrale Energieversorgung und die enge Verknüpfung von Architektur, Technik und zukunftsorientierter Ausbildung. Ein weiteres Projekt ist die Generalsanierung und Erweiterung der Gartenschule, bei der der Erhalt der bestehenden Bausubstanz mit einem nachhaltigen Energiekonzept, Photovoltaik, Gründach und moderner Haustechnik kombiniert wird, um ökologische Qualität, Barrierefreiheit sowie hohen Gesundheits- und Lernkomfort langfristig sicherzustellen.
