Rund 15 Klimaschutzbeauftragte aus den Kommunen im Landkreis Karlsruhe kamen am 8. Juli 2025 zu einem Netzwerktreffen in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee zusammen. Ausrichter war der “Kommunale Klimaschutzverein im Landkreis Karlsruhe e. V.” (KSV), für den Isabel Schonath als Koordinatorin des Vereins bei der UEA die Veranstaltung organisiert hatte. Schon der Titel “Wie stärke ich meine Rolle aus Klimaschutzbeauftragte/r?” ließ erwarten, dass dieses Mal weniger fachlicher Input zu Klimaschutzthemen im Vordergrund stand, sondern eher der Austausch zu Tipps und Chancen, die eigene Aufgabe in der Kommune zu erleichtern.
Nach einem kurzen Warm-up zum besseren Kennenlernen auch für die neuen Mitglieder im Klimaschutzbeauftragten-Netzwerk gab Isabel Schonath einen kompakten Überblick zu relevanten gesetzlichen Neuerungen, perspektivische Fördermöglichkeiten und anstehende Angebote und Aktivitäten des Klimaschutzvereins. Gleich danach ging es in die Workshop-Phase. Moderator Ivo Pietrzak vom Büro für Kommunikation und Moderation TEXTed gab den Teilnehmenden zunächst die Möglichkeit, eigene Themen für eine kollegiale Beratung einzubringen. Vom Gremium ausgewählt wurden dann drei Themen, die auch in der Vergangenheit schon mehrfach in den Raum gestellt worden waren.
In drei Gruppen setzten sich die Teilnehmenden dann mit eben diesen drei Fragen auseinander: Wie kann ich andere von der Wirtschaftlichkeit von Nahwärmenetzen überzeugen? Wie gehe ich am besten mit “Klimaschutz-Ermüdung” in Gemeinderäten und Bevölkerung um? Wie kann ich angesichts knapper Zeitressourcen effektive Klimaschutz- und Klimawandelanpassungs-Maßnahmen auf den Weg bringen? In drei Beratungsrunden konnten die Themengeberinnen und -geber, aber auch die “beratenden” Kolleginnen und Kollegen in den Arbeitsgruppen wertvolle Einsichten und Erkenntnisse zusammentragen und nahmen dabei auch ganz konkrete Handlungsempfehlungen mit. Dabei wurde mehrfach die stärkende Erfahrung beschrieben, dass andere mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben, man nicht allein ist und daher der Vernetzungsgedanke sehr wertvoll ist.
Nach getaner Arbeit ging es dann in die Kantine zum gemeinsamen Mittagessen, das gern und rege genutzt wurde, um sich weiter miteinander zu vernetzen. Dass das Gelände Schloss Stutensee als Einrichtung des Landkreises auch ein Best-Practice-Beispiel für Klimaschutz und gelebte Nachhaltigkeit ist, stellte dann zum Abschluss eine kleine Führung unter Beweis. Jens Brandt, Leiter und Geschäftsführer der Einrichtung, wusste allerhand Spannendes zur Geschichte des Schlosses zu berichten, aber auch zum eigenen Nahwärmenetz oder zum Erhalt des teils sehr alten Baumbestands. Ergänzt wurden seine Informationen durch die eine oder andere Anekdote des Betriebsleiters Günter Schorb.






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