Der KONGRESS BW 2025 am 22. und 23. Oktober 2025 war nicht nur der größte seiner Art – er war auch inhaltlich besonders stark. Unter dem Titel “Zukunft gestalten mit Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und KI” hatte die Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg für die beiden Tage in die Liederhalle Stuttgart eingeladen. Mit mehr als 2.000 Teilnehmenden, 174 Referierenden und einem vielfältigen Programm aus fünf Plenen, 25 Foren und Workshops wurde deutlich: Die Transformation ist längst im Gange – und Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz (KI) sind zentrale Treiber.
Die UEA war über KEFF+-Moderator Moritz Tretter am Stand der Kompetenzstelle Netzwerk Ressourceneffizienz vertreten. Ein besonderes Highlight war die Verleihung des KEFFizienzgipfels am zweiten Kongresstag: Unternehmen, die nach einem KEFF+ Check konkrete Maßnahmen zur Ressourceneffizienz umgesetzt haben, konnten sich bewerben. Eine Fachjury wählte daraus zehn Finalisten aus – die drei besten wurden mit Preisgeldern ausgezeichnet. Die Vielfalt der eingereichten Projekte und das unternehmerische Engagement für Ressourceneffizienz waren erneut beeindruckend und zeigen, wie praxisnah und wirksam KEFF+ ist.
Welchen Stellenwert das Thema für die Landespolitik hat, wurde auch deutlich, weil nicht zuletzt Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltministerin Thekla Walker es sich nehmen ließen, persönlich mit Grußworten bw. Impulsvorträgen teilzunehmen. Vier große Themenblöcke bestimmten danach die zwei Kongresstage mit jeder Menge Impulsen, Input und Austauschmöglichkeiten.
Ein zentrales Plenum widmete sich der Frage, wie mittelständische Unternehmen durch KI und digitale Lösungen ihre Prozesse und Produkte optimieren können. Die Botschaft: KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Innovationsförderung. In Foren wie „KI als Innovationstreiber?“ zeigten Expertinnen und Experten praxisnahe Anwendungen – etwa zur Batteriealterung, dynamischen Energiepreisbildung oder digitalen Zwillingen. Die Diskussionen machten deutlich, wie KI konkret zur Kreislaufwirtschaft und Energiewende beiträgt. Auch der Green-AI Hub Mittelstand war aktiv vertreten und diskutierte, wie KI im Mittelstand sinnvoll eingesetzt werden kann – jenseits von Hype und Überforderung.
Ein weiteres Highlight war das Plenum und die Foren zum Thema Carbon Management. Unternehmen präsentierten Geschäftsmodelle, bei denen CO₂ nicht als Abfall, sondern als Wertstoff betrachtet wird – etwa durch chemische Umwandlung oder Integration in Produktionsprozesse.
In zahlreichen Foren wurde im Themenblock “Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz” gezeigt, wie Unternehmen durch zirkuläre Ansätze wirtschaftlich profitieren. Von industriellem Re-Use bis zu sekundären Rohstoffzentren gab es überzeugende Beispiele, die allesamt sehr konkret und übertragbar waren.
Die GreenTech BW Allianz wurde im vierten Themenblock als Plattform vorgestellt, die Start-ups und etablierte Unternehmen zusammenbringt. Ziel: Zugang zu Materialien, Testmöglichkeiten, Pilotkunden und Expertenwissen – für schnellere Marktreife und bessere Skalierung.
Das Fazit des Kongresses war eindeutig: Die technischen und organisatorischen Lösungen für eine nachhaltige Industrie sind da – wir müssen sie jetzt umsetzen. Digitalisierung und KI spielen dabei eine Schlüsselrolle – als Treiber für Ressourceneffizienz, neue Geschäftsmodelle und zukunftsfähige Wertschöpfung. Am Ende des Kongress BW 2025 blieben dann auch vor allem Zuversicht, konkrete Impulse und ein starkes Netzwerk für die kommenden Schritte.








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