Rund 25 Gäste konnte Isabel Schonath, Koordinatorin des Kommunalen Klimaschutzvereins im Landkreis Karlsruhe (KSV) bei der Umwelt-und Energieagenture Kreis Karlsruhe (UEA), am 24. Februar 2026 zur ersten Ausgabe von EnergiewendeKompakt im Jahr 2026 begrüßen. Bei dem knackigen Online-Format stellte sie zunächst die für viele Kommunen interessante Neuauflage des Förderprogramms “Klimaschutz-Plus für Kommunen” vor. Anschließend skizzierte UEA-Bereichsleiter Karsten Thiel mögliche Modelle, wie Ansätze für Nahwärmenetze umgesetzt werden können, die im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) erarbeitet wurden.
Die neue Förderperiode des vom Landesumweltministerium aufgelegten Programms Klimaschutz-Plus sieht zwei Teile vor: Teil 1 hat die Gebäudesanierung zum Gegenstand und unterstützt Kommunen bei energetischer Sanierung kommunaler Gebäude. Im Wesentlichen stellt es einen Landesbonus für das Bundesförderprogramm BEG EM für Einzelmaßnahmen dar und kann für energieeffiziente Schulsanierungen noch einmal aufgestockt werden. Teil 2 fördert dagegen strategische Maßnahmen für die klimaneutrale Kommunalverwaltung und Klimaschutz in der Gesamtkommune.
Frau Schonath ging dabei besonders auf die Förderbausteine im Teil 2 ein, nachdem sie eindringlich darauf hingewiesen hatte, dass es hier gelte schnell zu handeln. Die Fördermittel für diese Bausteine sind begrenzt und werden nach dem “Windhundprinzip” vergeben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Um hier schnell ins Handeln kommen zu können, skizzierte sie Rahmenbedingungen, aber auch Nutzen für Kommunen und Zielsetzungen für die sieben Förderbausteine Treibhausgasbilanzierung, Gebäudesteckbriefe, Kommunales Energiemanagement, Prozessmanagement zur Klimaneutralität, Qualitätsmanagementverfahren, Projektanbahnung und Kommunikation zwischen Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Offensichtlich erleichtert zeigten sich einige der Gäste, als sie bei Interesse auf Antragstellung für die Förderung unbürokratische Unterstützung durch die UEA in Aussicht gestellt bekamen.
Für großes Interesse sorgte auch die modellhafte Beschreibung, mit der Karsten Thiel danach Wege skizzierte, wie Wärmenetze im Rahmen der Umsetzung der KWP realisiert werden können. Nachdem er einen kurzen Blick auf die aktuelle Ausgangssituation geworfen hatte, zeigte er ein mögliches Vorgehen zur Konkretisierung entsprechender Netze von der Entscheidungsfindung in den kommunalen Entscheidungsgremien über die Einbindung möglicher Partner für die Realisierung bis hin zu Fördermitteln und geeigneten Betreibermodellen, die den Kommunen bei gleichzeitiger Entlastung ihrer Haushalte die Teilhabe an der Wertschöpfung ermöglichen.
Auch bei dieser jüngsten Ausgabe der EnergiewendeKompakt zeigten sich die Teilnehmenden sehr zufrieden, als die Veranstaltung nach dem abschließenden Austausch mit kurzer Diskussion zu Ende ging. Das Format war im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden und richtet sich als kompaktes Info- und Weiterbildungsangebot insbesondere an Oberbürgermeister und Bürgermeisterinnen sowie Klimaneutralitätsbeauftragte. Für die 32 Kommunen des Landkreises Karlsruhe, allesamt Mitglied im KSV, ist die Teilnahme kostenfrei.
Eine Aufnahme der Aufzeichnung ist kostenfrei auf YouTube möglich.









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