Für den 11. November 2025 hatte die KEA-BW zu einer Kick-off-Veranstaltung der besonderen Art nach Karlsruhe eingeladen: Ziel des Austauschformats war die Gründung eines “Netzwerks Großwärmepumpen” in Baden-Württemberg. Anlass dafür war das parallel in Magdeburg stattfindende länderübergreifende Fachsymposium “Umweltwärme aus Fließgewässern”, für das die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt verantwortlich zeigte. Der Einladung gefolgt waren rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart, regionaler Energieagenturen, von Stadtwerken, Interessengemeinschaften, Projektentwicklungs- und Planungsbüros.
Um der Veranstaltung in Magdeburg keine Konkurrenz zu machen, verfolgte man zunächst den Vormittag über das dortige Forum über einen Livestream. Dabei gab es spannende Praxisberichte beispielsweise der Stadtwerke Gießen und Wittenberge, aber auch von einer Großwärmepumpe, mit der der Mannheimer Energieversorger MVV Wärme aus dem Rhein nutzbar macht. Ebenso interessant war für die Teilnehmenden aber ganz offensichtlich auch eine Einordnung der Anforderungen an die Gewährleistung von Naturschutz und Gewässerökologie, die der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz vorlegte. Diese wiederum waren ein Grundlage für den Leitfaden zur Nutzung von Flusswasser mit Großwärmepumpen, den die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) erstellt hat. Dieser Leitfaden wurde ebenfalls eingeordnet, und zwar aus Sicht des Energieeffizienz-Zweckverbands AGFW.
Am Nachmittag war man dann in Karlsruhe wieder “unter sich”, wo zwei weitere Impulsvorträge im Angebot waren. Nach einem Überblick über die relevanten Genehmigungsverfahren für Großwärmepumpen aus Sicht des Regierungspräsidiums widmete man sich einem konkreten Nahwärmenetz am Bodensee, das derzeit auf Grundlage dieser Technologie realisiert werden soll.
Aus diesem reichhaltigen Informationsteil ergab sich die Notwendigkeit der Gründung eines Netzwerks wie von selbst. Da die Technologie der Wärmegewinnung aus Oberflächengewässern mit Großwärmepumpen vergleichsweise neu ist, gibt es erst vereinzelte Erfahrung mit der Realisierung von Großprojekten und noch keine langjährig eingespielten Genehmigungsverfahren. Die Anwesenden waren sich daher durchweg einig, dass sie von einem Netzwerk zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch nur profitieren können. Das wiederum käme dem Ziel der KEA-BW bei dem ganzen Unterfangen entgegen: die Realisierung von Großwärmepumpen als einem attraktiven Baustein zur Wärmewende zu vereinfachen und zu beschleunigen.










Comments are closed.