Nahwärmenetz Jugendeinrichtung Schloss Stutensee

Nahwärmenetz Jugendeinrichtung Schloss Stutensee

Allgemein

Der Landkreis Karlsruhe und die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee haben es sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Aus diesem Grund wurde bereits 2016 ein erstes Konzept zur Erneuerung der Wärmeerzeugung der Jugendeinrichtung erstellt.
Im Rahmen des Sanierungsmanagements zum Energiequartier Schloss Stutensee wurden die Pläne für einen Zusammenschluss der drei bestehenden Wärmenetze auf dem Areal der Jugendeinrichtung und die Erneuerung der Wärmeversorgung konkretisiert und die Umsetzung vorbereitet.
Die Bauarbeiten am Nahwärmenetz und der neuen Heizzentrale begannen im Herbst 2020 und wurden im Herbst 2021 abgeschlossen. Seitdem wird der Wärmebedarf der Jugendeinrichtung komplett mit erneuerbaren Energien gedeckt.

Energiebilanz nach Monaten

Das folgende Diagramm zeigt den anteiligen Einsatz der Energieerzeuger des Versorgungssystems für das Nahwärmenetz Schloss Stutensee an. Nachhaltigkeit, Effizienz und die Nutzung von Umweltwärme stehen im Fokus. Im Sommer kann der Wärmebedarf alleine durch Solarthermie gedeckt werden. Für den Rest des Jahres kommen die Pelletkessel zum Einsatz.

Fakten

1.600 MWh/a

Wärmebedarf

335 t/a

CO2-Einsparung

100 %

erneuerbare Energie

Die Abnehmer

Das Nahwärmenetz versorgt zwanzig Gebäude auf dem Areal der Jugendeinrichtung mit nachhaltiger Wärme. Hierzu gehören unter anderem das historische Schloss Stutensee, das denkmalgeschützte Heinrich-Wetzlar-Haus, die Grundschule, die Sporthalle, die U-Haftvermeidung und mehrere Wohngebäude.

Die Versorgungstechnik

Holzpellets

Die beiden Holzpelletkessel mit einer Leistung von 500 kWth in der neuen Heizzentrale sichern die Wärmeversorgung in der kalten Jahreszeit. Die Heizzentrale verfügt hierzu über einen eigenen Pelletspeicher.

Wärmespeicher

Der Wärmespeicher mit 40 m³ Speichervolumen macht die erzeugte und nicht unmittelbar genutzte Wärme „haltbar“ und damit länger verfügbar. Dies ermöglicht eine optimierte und somit sparsame Betriebsweise. Als Speichermedium wird Wasser eingesetzt.

Solarthermie

Auf den Dachflächen der Heizzentrale ist ein Solarabsorber installiert worden, welcher zusammen mit einer Wärmepumpe, mit einer thermischen Leistung von 144 kWth, Sonnenwärme für das Wärmenetz nutzbar.

Photovoltaik

Die Dachflächen der Sporthalle und der U-Haftvermeidung sind mit großflächigen Photovoltaikanlage ausgestattet worden, um zur Deckung des Strombedarfs der Jugendeinrichtung und der Heizzentrale beizutragen. Die beiden Anlage verfügen über eine kombinierte Leistung von 115 kWp.

Bildergalerie

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